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Unsere Schule: Leitideen                    akt. 4. März 2009

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Leitdeen

1. Achtung vor der Person des Kindes

Jedes Kind ist liebenswert und sollte sich angenommen fühlen. Jedes Kind braucht Lob, Ermutigung und Beratung.

Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung ist unser oberstes Erziehungsziel.

Unsere Schule will jedem Kind Hilfestellung bieten, sich selbst anzunehmen (seine Lebensgeschichte, seine Grenzen) und zu entwickeln (seine Begabungen). Wir wollen jedem Kind helfen, Ängste zu vermindern, sein Selbstvertrauen zu stärken und neue Lebensmöglichkeiten zu entdecken. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dem Ein­zelnen zu helfen, seine Fähigkeiten, Fertigkeiten, Interessen und Neigungen und be­sondere Begabungen zu entdecken und zu entfalten.

2. Förderung der Beziehungsfähigkeit

Immer wieder erlebt sich der einzelne als Teil einer Gruppe, während des Unterrichts, in Arbeitsgemeinschaften und auf Klassenfahrten.

Er erfährt, dass ein gemeinsames Ziel nur erreicht werden kann, wenn er sich selbst, seine eigenen Interessen zurückstellt und sich anpasst und einordnet oder wenn er seine besonderen Fähigkeiten für die Gemeinschaft einsetzt.

Unsere Schule will Kinder anleiten, sich selbst und die eigenen Interessen auch mit den Augen der anderen zu sehen und von da aus neu zu bewerten (Perspektivenwechsel). Sie will Kinder anleiten und unterstützen, sich immer neu um eine Balance zwischen Hingabe und Selbstbehauptung zu bemühen. Sie will ihnen helfen, die Fähigkeit zu entwickeln, sich in andere hineinzuversetzen (Empathie) und Selbstbeherrschung zu erlernen.

In der Schule soll dem Kind Verlässlichkeit vorgelebt und eingefordert werden, damit es selbst fähig wird, verlässliche Beziehungen aufzubauen.

3. Hineinwachsen in Kultur und Zivilisation

In einer Welt mit Wohlstand und Komfort, Perfektionierung und Technisierung einerseits und einem Leben „gegen die Natur“, Deformation der Wünsche durch den Markt, Über­flutung mit Gütern, Unterhaltung und Informationen sowie Beschleunigung der Lebens­verhältnisse und Erfahrungsverlust andererseits wollen wir den Kindern helfen, dem Leben Gestalt zu geben: Konzentration und Selbstbeschränkung üben, Kreativität ent­falten und Lebensräume gestalten, Wissen, wofür man lebt, sich einsetzen für Gerech­tigkeit und Bewahrung der Schöpfung, das rechte Maß in Konsum und Mediennutzung finden.

4. In Institutionen leben

Kinder sollen Hilfestellung erhalten, konflikt- und kooperationsfähig zu werden, sich um Fairness zu bemühen, den eigenen Standpunkt zu klären, ihn angstfrei und kompro­missfähig zu vertreten, zuverlässig zu sein und Verantwortung zu übernehmen, Identifi­kation und Rollendistanz zu entwickeln.

5. Motivation zu sozialem Engagement und zur Zivilcourage

Wir wollen Kinder motivieren, Menschen in Not zu helfen und so Nächstenliebe zu praktizieren.

Wir wollen ihre Zivilcourage wecken, fördern und stärken, gegen Machtmissbrauch, Unterdrückung und Gewalt Partei zu ergreifen, Mut zu haben, die eigene Meinung zu vertreten.

„Verantwortungsbewusster Staatsbürger kann niemand ohne eine ethische Grund­haltung sein.“[1] Diese wollen wir den uns anvertrauten Kindern vermitteln, damit sie auf dieser Grundlage die Welt von morgen mitgestalten durch persönlichen Einsatz und Solidarität.

6. Zeugnis geben für den Glauben

„...Katholische Schulen können jungen Menschen helfen, zu Bekenntnisbereitschaft und Bekenntnisfähigkeit zu finden und dies mit einer Toleranz zu verbinden, die nicht bloßes Hinnehmen der anderen Meinung ist.“[2]

Der lebendige Glaube daran, dass Gott unser Schöpfer und Jesus Christus unser Erlö­ser ist, dass alle Menschen nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, soll sowohl im erzieherischen Selbstverständnis der gesamten Schule als auch in breiter Artikulation in Unterricht und Schulleben der St. Marien-Schule zur Geltung kommen. In unserer Schule sollen innere Türen für das Spirituelle geöffnet und religiöse Erlebnisse als Hilfe erfahren werden, den Alltag zu bewältigen. Unsere Schule möchte Kindern Achtung und Respekt vor Gott und seinen Geschöpfen lehren und Toleranz vor den Mitmenschen. Wir „möchten Pflöcke in den Lebensgrund einschlagen, welche Halt und Sinn geben, damit jede und jeder das eigene Lebenszelt bauen kann.“[3]

[1] Dr. Hanna-Renate Laurien in einem Vortrag am Hildegardis-Gymnasium Duisburg

[2] Dr. Hanna-Renate Laurien a.a.O.

[3] R. Diethelm in ferment 1/2000 Leben und lernen, Pallotiner Verlag,Ch-Gossau

Weiter : Warum eine katholische Schule?

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