Schuljahr 2003/2004
Aus den 4. Klassen - Wisi der Guns
Vanessa aus der 4a hat von Oktober 2002 bis Juni 2004 eine sehr schöne Geschichte, die wir euch / Ihnen nicht vorenthalten wollen, geschrieben. Sie handelt von Wisi dem Guns. Aber lest / lesen Sie selber:
Wisi der Guns
Wisi ist ein Guns. Sie können zaubern. Wisi wohnt im Regenbogen. Gunse können von Erwachsenen nicht gesehen werden. Er beschäftigt sich mit Kindern, die eine Schwäche haben, besonders mit: Cristina, Jonas und Lisa. Cristina ist im Rollstuhl, Jonas hat eine Lese-Schreib-Schwäche und Lisa ist total ängstlich.
An diesem Nachmittag sprang Wisi aus dem Regenbogen um sich mit den Dreien zu beschäftigen. Doch sie waren nicht da, Wisi wusste ja nicht, dass Kirmes war. Wisi ging mit gesenktem Kopf in seinen Regenbogen zurück.
Am nächsten Tag ging Wisi wieder auf die Erde zurück, dieses Mal war nur Cristina da, weil sie keine Lust hatte, zur Kirmes zu gehen, weil sie ja sowieso nichts machen konnte, kein Karussell, kein Autoscooter, kein Riesenrad. „Auch gut“, dachte Wisi. Er machte mit ihr Hausaufgaben, dann malte er mit ihr und, und, und ... . Es wurde langsam dunkel, und die anderen kamen von der Kirmes. Jonas erzählte ganz aufgeregt: „ Das Kinlerklarussell das war so cool !“ „ Du meinst wohl das Kinderkarusell!“ sagte Wisi . „ Lisa wollte mal wieder nicht auf manche Geräte“, sagte Jonas. „Aber es war immer so gruselig!“ neckte Lisa. „Ist ja nicht schlimm, irgendwann, sogar schon bald ist es ja vorbei, dann hast du keine Angst mehr!“ „Und du, Jonas, kannst richtig lesen und schreiben. Und ich?“ fragte Christina . „Ich werde nie richtig laufen können!“ Als sie das sagte, flossen dicke Krokodilstränen aus ihren Augen. Wisi nahm sie in den Arm und sagte: „Wir, oder ich werden dir zeigen, dass man auch, wenn man im Rollstuhl sitzt sehr viel erleben und Spaß haben kann.“ „Danke,“ sagte sie.
Alle verabschiedeten sich von Wisi und gingen nach Hause. Am nächsten Tag holte Wisi sein dickes Zauberbuch aus seiner dicken Zaubertruhe und mischte ein paar blubbernde und dampfende Sachen in einen Kessel und rührte darin herum. Als er fertig war, füllte er das Gebräu in eine Flasche. Er holte Lisa von zu Hause ab und gab es ihr zu trinken, dann fragte Wisi: „Was möchtest du jetzt machen? Sollen wir vielleicht zur Kirmes gehen?“ Lisa stimmte nicht gerade fröhlich zu. Als sie da waren, verband Wisi ihr die Augen und setzte sie in eine Gruselachterbahn. Bevor sie los fuhr, nahm Wisi die Augenbinde ab und sie glaubte ihren Augen nicht. Nun ging es los. Hoch und runter ging die Fahrt, sogar Loopings waren dabei. Doch Lisa hatte keine Angst. Wisi lachte und freute sich, dass der Trank geholfen hatte. Lisa fuhr noch auf allen Geräten, wo sie sich vorher nicht drauf getraut hätte. So ging ein schöner Tag zu Ende. Abends suchte er etwas, was suchte er wohl? „Aha! Ich wusste doch, dass ich die Buchstabensuppe hier in diese Schublade getan hatte“, sagte Wisi. Er zog ein Netz mit Buchstaben heraus und kochte eine Suppe. Was für ein Zufall, Jonas war heute alleine zu Haus. Als Wisi zu Jonas ging, sagte er: „Meine Eltern sind einkaufen, ich bin hier geblieben, weil ich erkältet bin!“ Wisi gab ihm die Suppe. Am nächsten Morgen schrieb Jonas ein Diktat; als er es zurück bekam, sagte die Lehrerin zu Jonas: „Du hast als einziger eine Eins im Diktat geschrieben, herzlichen Glückwunsch! Und Lesen kannst du auch besser.“ Wisi sah das aus seinem Regenbogen und freute sich sehr. Er überlegte sich sehr lange, wie er Christina helfen könnte. Sie kann nicht laufen, aber bald wird sie wieder laufen können. Er sprang auf eine Wolke und flog über Cristinas Haus und verstreute ein gelb glitzerndes Pulver über ihrem Haus. Am nächsten Morgen rannte Cristina zu Wisi, er freute sich, weil es wirklich geklappt hatte. Jetzt konnte sie richtig laufen und brauchte keinen Rollstuhl mehr. Nun kamen auch noch Jonas und Lisa, sie tanzten im Kreis, sangen und lachten noch den ganzen Tag. Und wer weiß, vielleicht kommt Wisi ja auch mal zu dir.

Vanessa 4a
zurück






